Im Kreise der Familie

Vom Lebensanfang und den Lebensende

Was gibt es Schöneres als im Kreise der Familie zu leben?

Für jeden ist es normal Geburtstage, religiöse Feste und Co im Kreise der Familie zu feiern.

Doch an den wichtigsten und bedeutungsvollsten Festen und Ereignissen wird man an spezielle Orte gebracht und ein Teil der Familie ausgeschlossen.

 

Geburt:

Wie viele denken darüber nach was die Geburt eines Geschwisterkindes für den/die Erstgeborenen bedeutet?

Versetz dich doch einmal in so einen kleinen Zwerg, Mama hat einen dicken Bauch, ist oft 3 Tage weg, kommt mit einem Baby wieder und das soll geliebt werden.

 

Ich finde das schwierig.

Bei der Geburt im Kreise der Familie ist es meiner Meinung nach wichtig für die Jüngsten die sich vielleicht selbst aus Situationen noch nicht lösen können, jemanden zu haben der einen Blick darauf hat. Die Freundin, die Mama, ein guter Freund der Familie oder vielleicht sogar die Patentante/der Patenonkel des Jüngsten.

Die haben meist einen guten Blick darauf.

In der Vorbereitungszeit fand ich auch immer wichtig die Kids mit einzubeziehen.

Wir haben gemeinsam schöne Videos geschaut, damit sie hören wie Frauen tönen können.

Mit der Hebamme haben wir zu Hause einen kleinen Geburtsvorbereitungskurs gemacht und auch öfter gesprochen, dass es keine Garantien im Leben gibt und was wir tun können wenn wir merken unter der Geburt läuft etwas nicht rund.

Jeder hat für den Geburtsbeginn eine kleine Aufgabe bekommen damit sie sich eingeschlossen fühlen.

 

Während der Geburt selbst waren sie von alleine ruhig. Haben meine Hand gehalten oder sind mit mir Treppen hoch und runtergelaufen, haben noch gestillt und für die andern im Haus Essen gerichtet und Kuchen gebacken.

Mit Vorfreude und Spannung wurde das Geschwisterkind erwartet.

Von alleine sind sie während der Pressphase zu mir gekommen, so als hätten sie es gespürt und waren fasziniert wie der kleine Mensch schlüpft.

 

Mein erster Sohn hat oft die Nabelschnur durchtrennt nachdem sie auspulsiert war und gemeinsam haben sie die Plazenta (liebevoll Schmusekissen) betrachtet.

Auch der erste Klogang wurde von den Kindern immer erkannt und liebevoll begleitet.

Ich konnte beruhigt duschen gehen und mich frisch machen, weil der Nachwuchs gehalten und bestaunt wurde.

 

Im Wochenbett gab es wahre Schmusestunden. Gesittet und in Ruhe, so als wüssten sie von alleine, wie wertvoll die ersten Stunden, tage und Wochen eines kleinen Menschen sind.

 

Und dann ist da noch das Sterben im Kreise der Familie.

Meine Kinder wissen, weil wir oft darüber reden, denn es gehört einfach zum Leben dazu dass ich im Kreise der Familie sterben möchte.

Warum die alten Menschen wegbringen und allein in fremder Obhut hinterlassen?

Es gibt wenige Gründe warum ein Mensch im KH verweilen muss/sollte.

Ich beobachte es so, dass es viele Menschen als mühsal empfinden sich um jemanden zu kümmern, das keine bindung/enge Beziehung da ist und am Ende wird die fehlende gemeinsame zeit betrauert.

Natürlich ist Tod und Sterben nicht immer schön und die Lücke die ein Mensch hinterlässt oft groß dennoch hoffe ich da auf ein Umdenken.

3 Tage kann eine Totenfeier gehen.

Und nicht so wie üblich gleich alles wegräumen, wegbringen.

 

Was ist denn die Angst dahinter?

 

Der erste und der letzte Tag im Kreise der Menschen die man mag, die einen begleitet haben zu erfahren.

Was gibt es Schöneres?

 

 

 

 

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